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Die erste urkundliche Erwähnung von Schneckenlohe stammt aus dem Jahr 1323. Der Name Beykhawe, heute Beikheim taucht erstmals im Jahr 1348 auf der Name Mödlitz im Jahr 1317, beide Ortsnamen sind slawischen Ursprungs.
 
Im Pfarrbuch der evangelisch-lutherischen Pfarrei Schmölz, gefertigt von Pfarrer Volkmar Hesselbach findet man folgenden Eintrag, der darauf schliessen lässt, dass die Herrschaft über Schneckenlohe im frühen Mittelalter nicht nur einmal zwischen den Herren von Redwitz und dem Erzbistum Bamberg wechselte:
“08. Oktober 1384: Eberhard von Redwitz, der Schwarze genannt, thut kund, daß er sich mit den Bischof Lamprecht vereint, und demselben und seinem Gotteshause um 200 Pfund Heller verkauft hat alle seine Gült und Recht, die er in dem Dorfe zu Chreutz mit namen an der Wüstung zu Schenkendorf (loh) im Dorfe und zu Walde, besucht und unbesucht, gehabt, es seien Wiesen, Aecker, Hölzer, Wasser, oder wie es genannt ist, welches Eberhard von Redwitz dem mehr besagten Bischof um 200 Heller zu kaufen gab, und verzichtet für sich und alle seine Erben auf diese Gült und Rechte dem Dorfe Chreutz usw. usw. ...”
 
Im Mittelalter waren die Geschicke der Orte Schneckenlohe und Beikheim eng mit dem Schicksal der Familie von Redwitz verbunden. So wurden beide Ortschaften im Jahr 1520 ebenso protestantisch wie Redwitz.
 
Bis zum Jahr 1700 hatte Schneckenlohe als Dorf vermutlich nur zeitweise Bestand. Dies lässt sich daraus schliessen, dass in verschiedenen Chroniken der Ort meist als wüst, das heisst unbebaut, bezeichnet wurde. Im Jahr 1700 begann dann die Neubesiedlung des Ortes.
 
Aufgrund der Kreiseinteilung in Bayern aus dem Jahr 1810 gehörten Schneckenlohe und Beikheim zum Landkreis Kronach, Neubrand als Gemeindeteil von Marktgraitz zum Landkreis Lichtenfels und Mödlitz als Gemeindeteil von Weidhausen zum Landkreis Coburg. Diese Gliederung hatte in ihrer Gesamtheit bis zur Eingemeindung von Neubrand im Jahr 1977 und zum Teil bis zur Gemeindegebietsreform im Jahr 1978 Bestand.
 
Einige Daten aus dem neunzehnten Jahrhundert geben Aufschluss über die Entwicklung der einzelnen Orte:
Im Jahr 1840 gibt es in Schneckenlohe 51 Häuser mit 256 Einwohnern, Beikheim zählt 253 Einwohner.
Im Jahr 1865 zählt Beikheim 281 Einwohner, überwiegend Bauern, Schneckenlohe zählt 444 Einwohner, bedingt durch die Umstellung der Wald- und Holzarbeiten auf die Korbflechterei und Ansiedlung von Gewerbe und Heimindustrie überwiegend Nichtbauern. Diese sich damals andeutende Struktur ist weitgehend bis zur heutigen Zeit erhalten geblieben.
 
Die Gemeinde Schneckenlohe in ihrer jetzigen Form mit ca. 1200 Einwohnern wurde zum 01. Mai 1978 aus den beiden ehemals selbständigen Gemeinden Schneckenlohe und Beikheim, beide Landkreis Kronach und dem Ort Mödlitz, ehemals Gemeinde Weidhausen, Landkreis Coburg gebildet, nachdem bereits zum 01. Januar 1977 Neubrand, ehemals Gemeinde Marktgraitz, Landkreis Lichtenfels, nach Schneckenlohe eingemeindet worden war. Seit dem 01. Mai 1978 besteht auch die Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz, die die Gemeinde Schneckenlohe gemeinsam mit dem Markt Mitwitz bildet.
 
 
 
Die bisherigen Bürgermeister der Gemeinde Schneckenlohe seit 1900:
 
Adolf Bohl, bis 24.06.1909
Bernhard Kessel, von 10.08.1909 bis 11.06.1919
Adam Völker, von 28.06.1919 bis 30.10.1921
Georg Puff, 2. Bgm. von 01.11.1921 bis 31.03.1922
Ludwig Friedmann, von 23.04.1922 bis 30.12.1929
Georg Puff, von 01.01.1930 bis 29.03.1933
Erhard Bohl, von 03.06.1933 bis 24.10.1945
Christian Völker, von 31.01.1946 bis 30.04.1948
Brunhold Puff, von 01.05.1948 bis 01.08.1956
Berthold Dötschel, von 01.05.1956 bis 01.08.1963
Albert Backert, 2. Bgm. von 02.08.1963 bis 19.10.1963
Albert Backert, von 20.10.1963 bis 30.04.1984
Erwin Horn, von 01.05.1984 bis 30.04.2008
Knut Morgenroth, seit 01.05.2008